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Wie ich von der Therapeutin zum Coach wurde

Auf dem gefühlten Höhepunkt meines Lebens erlebte ich leider auch das größte Drama. Es war Ende 2011 / Anfang 2012. Ich war gerade 3 Jahre mit meinem Traummann zusammen; im Dezember 2011 kauften wir unser Traumhaus an einem Traumstandort in der Eifel mit Pool, Hund, Gewächshaus, Heimkino, Garten, Werkstatt, Psychotherapiepraxis - kurz: Es war alles, was ich mir je erträumt hatte. Nein, stimmt nicht, es war VIEL MEHR, als ich mir je erträumt hatte, ein Traumleben - und dann erkrankte meine Mutter an Krebs. Völlig aus dem Nichts. Ich kenne meine Mutter überhaupt nicht krank. Ich könnte mich nicht einmal daran erinnern, dass sie wegen einer Erkältung im Bett gelegen hätte. Meine Mama war immer fit, gut drauf, aktiv. Krebs im Alter von 64 Jahren war das Letzte, an das wir gedacht hätten. Sowas hätte gefühlt eher meinem Vater passieren können, der seit 50 Jahren rauchte und auch mal gerne sein Feierabendbierchen trank und regelmäßig Fleisch aß, aber niemals meiner Mama.


Am Anfang haben wir uns bei der Krebsdiagnose daher auch gar nicht soviel Sorgen gemacht. Meine Mama war weiterhin gut drauf, sie wurde ein-, zweimal operiert, es schien alles gut. Aber dann kam wieder eine Diagnose, eine Bestrahlung, eine Chemo, noch eine OP; die Zuversicht schwand und doch konnte niemand in der Familie sich auch nur annähernd vorstellen, dass das Ganze nicht am Ende doch gut ausgehen würde. Aber das tat es nicht! Nach 5 Jahren Kampf und einem ganz schrecklichen letzten leidenden Jahr verstarb meine Mama im Oktober 2017. 3 Monate nach meiner Hochzeit, die sie zum Glück noch so eben miterleben konnte und 8 Monate nach der Geburt ihres Enkelchens, dem Sohn meiner Schwester, das sie sich immer so sehr gewünscht hatte und dessen Aufwachsen sie nun nicht mehr erleben würde. Auch 9 Jahre später kommen mir immer noch die Tränen, während ich diese Zeilen schreibe. Meine Mama war wie eine Freundin; unvergessen die gemeinsamen Urlaube, ihr Lachen, die Gespräche, ihre einfache selbstverständliche Anwesenheit.


Das, was aber neben der Sorge um meine Mama ebenfalls passierte, war, dass es mir von jetzt auf gleich selbst körperlich schlecht ging. Ich hatte plötzlich Herzrasen, fühlte mich innerlich zittrig, so als wäre ich unterzuckert, ein ständiges inneres Vibrieren. Wenn ich mich nicht ablenkte, hatte ich das dauernde unterschwellige Gefühl in Ohnmacht zu fallen. Ich konnte nichts mehr wirklich genießen; mein Traumleben war auf einmal komplett zerstört. Eine Zeitlang lief ich von Arzt zu Arzt, aber jeder sagte mir, es sei alles in Ordnung. Ich stellte meine Ernährung auf Anthony William um, wurde vegan, verzichtete auf Alkohol und Koffein, nahm unzählige Nahrungsergänzungsmittel, tat alles, was sich irgendwie gesund anhörte. Eine Zeitlang halfen diese Maßnahmen auch immer, aber so richtig gesund fühlte ich mich nie. Bis ich irgendwann tatsächlich in der Notaufnahme landete, da mein Puls über Stunden mit 160 Schlägen pro Minute nicht mehr von alleine runterging. Der Arzt blieb ganz entspannt, machte ein EKG und fragte, ob ich vielleicht Stress hätte. Ich verneinte, da bei mir Zuhause mit meinem Mann und meiner Arbeit ja alles in Ordnung war. Dann fragte er, ob ich mir vielleicht über irgendetwas oder irgendjemanden Sorgen machte - und da fiel es mir wie Schuppen von den Augen! Mein Körper war völlig in Ordnung. Ich, als Psychotherapeutin, hatte aufgrund der Sorgen um meine Mama schlichtweg Panikattacken entwickelt!


Aufgrund meines eigenen Wissens um die Verhaltenstherapie konnte ich mir von diesem Zeitpunkt an auch ganz gut helfen und bekam meinen Alltag wieder weitestgehend in den Griff, aber die Herzphobie blieb. Ich hatte Probleme einzuschlafen oder meinen Meditationen nachzugehen oder völlige Stille auszuhalten, da ich Angst vor einem möglichen weiteren Herzrasen entwickelte. Ich kontrollierte ständig meinen Puls, und richtig genießen konnte ich weiterhin nicht, da jeder veränderte Schlag meines Herzens mich in Unruhe versetzte. War mein Herz entspannt und ruhig, fragte ich mich, warum es so langsam schlug; schlug es schnell, überlegte ich, was diesen Stress jetzt ausgelöst haben könnte. Egal, wie mein Herz schlug, es fühlte sich nie richtig an. Und egal, was ich tat, ich bekam es trotz meiner therapeutischen Fähigkeiten nicht in den Griff. Im Juli 2022 starb mein Mann zu allem Überfluss völlig unerwartet über Nacht an einem Herzinfarkt. Ein Ereignis, was nicht nur mein Leben zum zweiten Mal komplett auf den Kopf stellte, sondern auch nicht unbedingt förderlich für meine Herzphobie war...


Da begegnete mir im September 2022 "zufällig" ein Aufruf auf Instagram von Denys Scharnweber, der Coaching-Klienten suchte mit dem Angebot eines kostenlosen Coachings, wenn man bereit war, dieses filmen zu lassen und den Auszubildenden zur Verfügung zu stellen. Aus einem Bauchgefühl heraus bewarb ich mich dafür, hätte aber niemals damit gerechnet, angenommen zu werden. Ein Coaching bei Denys Scharnweber kostet normalerweise 1000 Euro, von daher war mir klar, dass diese Chance wahrscheinlich unzählige andere Menschen auch nutzen würden.

Bereits 3 Tage später bekam ich eine Zusage! Ein Coaching bei Denys im Dorint-Hotel Zürich.


YES - Eine Zusage!!!


Moment.... SCHWEIZ????


Wie sollte ich denn mit meiner Angst, alleine von der Nordsee, wo ich mittlerweile wohnte, einmal komplett durch Deutschland in die Schweiz fahren??? Aber ich sah es als Wink des Schicksals, ich MUSSTE einfach in die Schweiz fahren und konnte mir diese Chance auf keinen Fall entgehen lassen. Und natürlich schaffte ich es auch, wie ich immer alles irgendwie geschafft habe.

Über das Coaching selbst möchte ich gar nicht soviel erzählen. Nur soviel: Anderthalb Stunden und viele Tränen später war ich von meiner Herzphobie geheilt! Ich habe seitdem nie wieder eine Panikattacke gehabt. Es war einfach magisch und hat mein Leben erneut von Grund auf verändert. Die 10stündige Rückfahrt über saß ich am nächsten Tag breit grinsend, befreit und unbeschwert in meinem Auto.


Ich war von diesen Techniken so fasziniert, dass ich ein halbes Jahr später die Ausbildung an der Denys-Scharnweber-Akademie in der Schweiz begann und mich seitdem fortlaufend darin fortbilde. Ja, Verhaltenstherapie ist schon eine sinnvolle und hilfreiche Methode, aber sie ist manchmal einfach zu analytisch und verkopft und zerredet die Dinge

oft unnötig. Ich weiß dann vielleicht, wo meine Probleme herkommen und kenne die Ursachen und weiß vielleicht auch theoretisch, wie ich es ändern könnte, aber manchmal kann man es dann trotzdem nicht 100% umsetzen. So wie bei meinen Panikattacken. Mein Kopf wusste, wo sie herkamen; mein Kopf wusste, ich muss mich entspannen; mein Kopf wusste, ich kann meinem Herzen vertrauen; mein Kopf wusste, dass mein Körper gesund ist - aber ich habe es durch meine Therapiemethoden nicht wirklich gefühlt.


Erst das Coaching hat mich wirklich in der Tiefe, auf Körper- und Gefühlsebene berührt, ein Kindheitstrauma geheilt, uralte ungünstige Glaubenssätze aufgelöst, mir geholfen, meine Mama und meinen Mann zu verabschieden - und das alles in anderthalb Stunden - und zwar nachhaltig, nicht nur für den Moment. Ich bin unendlich dankbar, diese Erfahrung gemacht zu haben, auch wenn ich gerne auf 11 Jahre Panikattacken verzichtet hätte.

Jetzt möchte ich mein Wissen und meine Fähigkeiten nutzen und das, was ich erleben durfte, an andere weitergeben. Coaching kann soviel bewirken, auch wenn ich natürlich keine Heilsversprechen machen kann und darf. Aber das darf keine Heilmethode und nicht alles ist für jeden Menschen geeignet. Wenn Sie also vielleicht auch schon vieles ausprobiert haben und nichts so richtig funktioniert hat oder - was noch besser wäre - Sie sagen, "bevor es soweit kommt, will ich direkt mal genauer hinschauen", schreiben oder rufen Sie mich gerne an! Wir schauen, welche Methode für Sie die bestmögliche ist. Seien Sie sich diese Veränderung wert! So wie ich damals allen Mut zusammengenommen habe und in die Schweiz gereist bin, lassen Sie sich ebenfalls ein auf eine Reise zu mehr Leichtigkeit, Genuss und Lebensfreude!

Bleiben Sie gesund!

 
 
 

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